changing styles
Earlier today I had a conversation about a band’s new album and how they’ve changed their musical direction. The new more indie/pop-centric sound made me less interested in further listening to the band. I hadn’t been a huge fan to begin with, but the overall vibe was still intriguing to me. Unfortunately that intrigue now vanished, which probably means I won’t listen to more of the bands material. However I do believe that they will reach a much broader audience with the adjustment in sound and grow their fan base further.
Bands changing their style and diverging from their usual sound has been a topic of discussion for a long time. Especially in alternative scenes the term ‘sellout’ gets thrown around as soon as artists decide to make music in a way that might appeal to a mainstream audience.
In my opinion it’s unfortunate that bands are criticised for this. A change to a different sound doesn’t have to mean their trying to appeal to people. And even if that should be the case it is still the artists right to decide what they want to do with their art. Of course I understand fans being upset when their favourite band departs from the kind of music that made them fall in love with it. It hurts and can feel like betrayal. Maybe I don’t get as attached to artists as other people, but I’ve grown to understand that there is so much music out there, I can just listen to something else. I welcome bands not releasing the 8th album with the same sound, songwriting and production as the last seven. Not only does it mean their not stagnating, but also that artists I maybe didn’t like previously are now making music I love.
The cases in which someone actually sells out and changes their musical style for financial gain aren’t a bad thing either. Rather than criticising the artists people really should be asking why it’s necessary for someone to change their sound in order to be able to make money off of their art. Music shouldn’t be made with the intention of money making. There’s a plethora of reasons, but that shouldn’t be one of them. Instead there should be a way to earn an actual income by creating and showcasing art that doesn’t involve having multiple side jobs, having to be a clothing store in addition to a functioning ensemble and scraping together a few cents from music streaming royalties.
I hope people will start to think about the reasons behind the changes artists make. I hope more people can see these situations as opportunities to discover new music, new bands, new artists who deserve their attention and can fill the space someone else might have left. And I hope they start to talk more about ways to support their favourite bands to ensure that they are able to continue making art.
German below:
Ich hatte heute ein kurzes Gespräch über das neue Album einer Band und deren Entscheidung sich musikalisch in eine etwas andere Richtung zu entwickeln. Der neue eher Indie/Pop-Sound hat die Musik für mich weniger interessant werden lassen. Ich war zwar von vornherein kein großer Fan aber trotzdem interessiert am generellen Stil der Band. Leider ist dieses Interesse jetzt komplett verschwunden, was wahrscheinlich heißt, dass ich mir von dieser Band nichts weiter anhören werde. Trotzdem glaube ich, dass sie mit ihrem jetzt aktuellen Sound ein größeres Publikum erreichen und ihre Fangemeinde vergrößern werden.
Es ist seit langem ein regelmäßiges Diskussionsthema wenn Künstler*innen von ihrem bisherigen Sound abweichen. Insbesondere in alternativen Szenen wird schnell mit dem Begriff ‘Sellout’ um sich geschmissen, sobald Bands sich dazu entscheiden die breite Masse anzusprechen.
Meiner Meinung nach ist es sehr schade wenn Künstler*innen für solche Entscheidungen kritisiert werden. Nur weil sie ihren Sound ändern muss es nicht sofort heißen, dass sie dadurch mehr Zuhörer erreichen wollen. Und selbst wenn dies der Fall sein sollte ist es immer noch das gute Recht der Künstler*innen mit ihrer Kunst zu tun was immer sie möchten. Natürlich kann ich verstehen, dass Fans sich aufregen und traurig sind wenn ihre Lieblingsband nicht weiterhin den Sound verfolgen, der ihnen unheimlich viel bedeutet. Es schmerzt und kann sich anfühlen als ob man betrogen wurde. Vielleicht habe ich einfach nicht solch eine tiefe Bindung zu bestimmten Künstlern, aber ich habe mittlerweile gelernt, dass es genügend gute Bands gibt um mich jahrelang mit Musik zu versorgen. Ich kann mir einfach etwas anderes anhören. Ich finde es zudem gut, wenn Bands nicht das achte Album mit dem gleichen Sound, dem gleichen Songwriting und der gleichen Produktion wie die letzten sieben rausbringen. Es heißt nicht nur, dass die Band nicht festgefahren ist, sondern eröffnet auch die Möglichkeit mir Bands anzuhören, die ich vielleicht früher nicht mochte, jetzt aber mit neuen Songs meine Meinung geändert haben.
Die Fälle in denen jemand tatsächlich zum ‘Sellout’ wird und die Musik zu Gunsten von Monetarisierung anpasst sind auch nicht schlimm. Anstatt sich über die Künstler*innen aufzuregen sollten Leute sich eher die Frage stellen warum es überhaupt nötig ist seinen Stil zu ändern um es irgendwie möglich zu machen mit seiner Kunst Geld zu verdienen. Musik sollte nicht mit der Intention geschaffen werden Geld zu verdienen. Es gibt Unmengen an Gründen, aber das sollte keiner sein. Stattdessen sollte es eine Möglichkeit geben als Künstler*in ein Einkommen zu haben ohne mehrere Nebenjobs, Klamotten zu verkaufen und einige wenige Cents an Streaming-Einnahmen zusammenzukratzen.
Ich hoffe, dass mehr Leute versuchen die Gründe für die Entscheidungen von Künstler*innen zu verstehen. Ich hoffe, dass mehr Leute diese Situationen nutzen um neue Musik, neue Bands, neue Künstler*innen zu entdecken die es wert sind ihnen Aufmerksamkeit zu schenken und vielleicht eine Lücke füllen können, die andere hinterlassen haben. Und ich hoffe, dass sie mehr über Wege sprechen ihre Lieblingskünstler*innen zu unterstützen, sodass diese weiterhin und mehr Kunst schaffen können.