vintage
I don’t like to buy new. Not that I don’t like new things but if I had the choice between a completely new product and one that was at least pre-owned I would always choose the latter. I like the idea of giving something new life. A second chance to be used and appreciated. Maybe it just wasn’t the right fit for the previous owner and it will be perfect for the next person who finds it.
Growing up the terms “used” or “second hand” to me were associated with not having enough money to buy something new. The overall attitude towards it was negative, for products in general, but especially fashion. Sure, there are things that make sense to buy new, but to generalise and say “used” equals “bad” is just plain wrong.
The fact that production quality and materials of fashion have been decreasing over the past decades is widely known. Fast fashion and big retailers push out enormous quantities of every piece of clothing imaginable on the daily.
As an alternative to the overflowing stores of huge brands more vintage and second hand shops have been popping up. The allure of finding that one-of-a-kind jacket or a carelessly thrown away designer piece is nothing new, but through a push in social media trends thrifting is the thing to do now. Be it going to the newly opened vintage store around the corner or your second-hand shopping app of choice, everyone is doing it now. Unfortunately that also brings with it the usual variety of problems most trends seem to drag along. While it is absolutely possible to find genuine product, the term “vintage” gets thrown around a lot. Clothing from fast fashion brands not older than five years is labeled as such and might even be sold at the same price it had been available for when new. It has become a buzzword suggesting rarity, good quality and in some cases a certain aesthetic. “Vintage” is desirable.
So desirable in fact that the pricing of actual vintage pieces occasionally reaches ridiculous heights. Trendy shops are often overpriced, with the amount of money charged being absolutely unjustified when considering the quality, state and sourcing cost of their products. A lot of them seem to be a random assortment of stuff someone found in a shipping container with a lack of curation and passion from the owner’s side.
All of that being said there are just as many people who actually care about their products, presentation and customers. Within the social media trends certain brands might become very much sought after even though there are similar if not even better alternatives to be found in a good stores selection. And while being a trend, thrifting and vintage clothing are a great way to rediscover a whole world of different styles and fashion or gaining a new appreciation for quality and the way clothing was made.
I’m personally interested in a lot of things that can only be found in these spaces. 90s Starter jackets, band shirts or old sneaker models to name a few. The tedious search for a certain piece of clothing to me is just as enjoyable as the rush of excitement when finally unearthing a pair of sneakers that I had been looking for for years.
At the end of the day I hope the trend of thrifting and vintage doesn’t go away but will be integrated into people’s minds and lives as a way to produce less waste, repurpose and give something forgotten new life and appreciation.
German below:
Ich mag es nicht neu zu kaufen. Was nicht heißen soll, dass ich keine neuen Dinge mag, aber wenn ich die Wahl habe zwischen einem neuen Produkt oder einem zumindest leicht gebrauchtem würde ich mich immer für Letzteres entscheiden. Die Idee einer Sache neues Leben einzuhauchen und eine zweite Chance zu geben wertgeschätzt zu werden fasziniert mich. Vielleicht war es einfach nicht das Richtige für die Vorbesitzer*in, wird aber das neue Lieblingsstück der nächsten Person.
Begriffe wie “Second Hand” und “gebraucht” waren für mich lange Zeit damit verbunden nicht genügend Geld dafür zu haben etwas neu zu kaufen. Die generelle Einstellung gegenüber gebrauchten Artikeln, im speziellen Kleidung, war negativ. Sicher gibt es Produkte bei denen es besser ist sie neu zu kaufen, aber von vornherein “gebraucht” mit “schlecht” gleichzusetzen ist einfach nicht korrekt.
Es ist weitestgehend bekannt, dass die Qualität von sowohl Produktion als auch Materialien über die letzten Jahrzehnte stark nachgelassen hat. ‘Fast Fashion’ Hersteller und große Verkaufshäuser produzieren tagtäglich Unmengen jeglichen auch nur vorstellbaren Kleidungsstücks.
Nun öffnen mehr und mehr Vintage und Second Hand Läden ihre Pforten als Alternative zu den überfüllten Shops bekannter Marken. Auch wenn das Jagen nach Raritäten und extravaganten Einzelstücken nichts Neues ist wird nun durch verschiedene Social Media Trends vorgegeben, dass ‘thrifting’ jetzt angesagt ist. Jeder nimmt Teil, egal ob man den neu eröffneten Vintage Store um die Ecke oder die Second Hand App seines Vertrauens besucht. Leider bringt das Ganze auch die üblichen Probleme neuer Trends mit sich. Während es absolut möglich ist authentische Produkte zu finden, wird der Begriff “Vintage” oftmals sehr weit greifend verwendet. Kleidungsstücke bekannter Fast Fashion Marken die nicht älter als fünf Jahre sind werden als solches betitelt und teilweise zu Neupreisen verkauft. Es ist ein Buzzword geworden, das eine Knappheit, Qualität und für Manchen einen bestimmten Look suggeriert. “Vintage” ist begehrenswert. So begehrenswert, dass tatsächliche Vintage Produkte in einigen Fällen lächerliche Preise erzielen. Angesagte Läden sind oft überteuert und geben Preise vor, die angesichts der Qualität, dem Zustand und dem benötigten Arbeitsaufwand absolut umnachvollziehbar sind. Viele scheinen ein lieblos zusammengesuchter Haufen an Zeug zu sein den jemand in einem Container gefunden hat.
Letztendlich gibt es aber zum Glück auch genauso Ladenbesitzer*innen denen ihre Produkte, deren Präsentation und ihre Kunden unheimlich wichtig sind. Während gewisse Marken durch Trends sehr gefragt sind gibt es in solch gut sortierten Shops meist eine weniger bekannte, günstigere Alternative, die eventuell sogar qualitativ hochwertiger ist. Auch wenn Thrifting und Vintage Trends sind gibt es trotzdem so viel zu finden und wieder zu entdecken, das die Tür zu einer vergangenen Welt öffnet und es ermöglicht die Qualität und Herstellung von Kleidung wertzuschätzen.
Ich persönlich bin an vielen Dingen interessiert, die man nur an diesen Orten finden kann. 90er Starter Jacken, Band Shirts und alte Sneaker Modelle um nur ein paar zu nennen. Die zeitweise lästige Suche nach einem bestimmten Kleidungsstück bringt mir genauso Freude wie das Finden eines Paar Sneaker das ich seit Jahren gesucht habe.
Schlussendlich hoffe ich, dass der Vintage und Second Hand Trend nicht einfach verschwindet, sondern der Grundgedanke in den Köpfen der Menschen als Chance hängen bleibt weniger Müll zu produzieren, wiederzuverwenden und etwas altem neues Leben zu geben.